Politeia: Roadmap

Hier ein grob in Phasen gegliederter Entwicklungsplan („Roadmap“) für mein Projekt politeia; siehe dazu auch die Artikel in der gleichnamigen Kategorie.

Anmerkung: Da ich beschlossen habe, an der Liquid Democracy-Software adhocracy mitzuarbeiten, beziehe ich die folgende Roadmap auf adhocracy. Ich streiche daher die Einträge von der Liste, die dort schon umgesetzt sind.

  1. Phase
    • Bugtracking-Aspekte
      • Möglichkeiten für registrierte Benutzer und Benutzerinnen:
        • Erstellen eines Vorschlags (einer Initiative) mit Titel, Beschreibung und Tags (außerdem Username des/der Vorschlagenden, Datum des Vorschlags).
        • Abgabe eines Pro- oder Contra-Votums für fremde Vorschläge, nachträgliche Modifikation dieses Votums.
        • Kommentieren von Vorschlägen und Kommentaren, Abgabe und nachträgliche Modifikation eines Pro- oder Contra-Votums für fremde Kommentare.
        • Übersicht über diejenigen Vorschläge (und Anzeige der Anzahl zugehöriger Vota), die man selbst eingebracht bzw. für die man ein Votum abgegeben hat.
      • Möglichkeiten für alle (auch ohne Registrierung):
        • Übersicht über alle Vorschläge (auch sortiert nach Popularität, Thema, etc.)
        • Lesen von Vorschlägen (mit zugehörigen Vota und Kommentaren)
    • Social Networking-Aspekte (erfordern Registrierung)
      • Erstellen einer bzw. Beitritt zu einer bestehenden Gruppe (zB NGO-Gruppe, Interessensgruppe, etc.)
      • Erstellen und Modifizieren einer Liste von „Freunde/Freundinnen“ (andere registrierte Benutzer und Benutzerinnen, die dazu ihr Einverständnis geben)
      • Übersicht über Vota von Freunden und Freundinnen.
      • Weiterleiten eines Vorschlags und des dazugehörigen eigenen Votums an Freunde und Freundinnen und die Aufforderung, ebenso abszustimmen.
      • Ebensolche Mitteilung per E-Mail auch an noch nicht registrierte Personen.
  2. Phase
    • Vergleich des Abstimmverhaltens unterschiedlicher Benutzer/Benutzerinnen bzw. Gruppen untereinander.
      • Dadurch kann man zB die eigenen Positionen mit denen der zur Wahl stehenden Parteien vergleichen und sich prozentuelle Übereinstimmung anzeigen lassen (inspiriert von wahlkabine.at).
      • Andererseits lassen sich so auch „kampfpostende“ Parteisoldaten/soldatinnen ausmachen.
    • Erweiterung um die zweite Kategorie „Probleme“:
      • (Gesellschaftliche, politische, ökologische,…) Probleme sollen von registrierten Usern wie Vorschläge aufgezeigt und zur Abstimmung und Kommentierung verfügbar gemacht werden können.
      • Außerdem soll darüber abgestimmt werden können, ob ein bestimmter Vorschlag mögliche Lösung für ein bestimmtes (oder auch mehrere) Problem(e) ist.
    • Abgabe eines Votums, ob ein Schlagwort (Tag) auf den entsprechend beschlagworteten Eintrag zutrifft oder nicht (inspiriert von Stack Overflow oder sogar Amazon.com).
    • Gruppeninterne Abstimmungen (zB besonders sinnvoll für NGO-Gruppen)
  3. Phase
    • Erweiterung um die dritte Kategorie „Prinzipien“ (vgl. Vorschläge und Probleme):
      • (Gesellschaftliche, moralische, politische,…) Grundeinstellungen können von registrierten Benutzern – besonders aber auch von Gruppen – konstatiert, beschlagwortet und kommentiert werden.
      • Registrierte Benutzer und Benutzerinnen können Prinzipien per Votum für sich annehmen oder ablehnen.
      • Außerdem Abstimmung darüber, ob ein Problem in Widerspruch zu einem Prinzip steht.
    • Möglichkeit für Gruppen, einen Vorschlag vorzubereiten und innerhalb der Gruppe konkret – zB absatzweise mittels co-ment – zu diskutieren, bevor er innerhalb der Gruppe zur Abstimmung vorgelegt und nach deren erfolgreicher Absolvierung zum „offiziellen“ Vorschlag (oder „Positionspapier“) der Gruppe erhoben wird.
  4. Phase
    • Möglichkeit der Zuordnung
      • von Vorschlägen zu zuständigen Adressaten (zB legislative Organe, Konzerne, etc. – vgl. PetitionOnline)
      • und von Problemen zu betroffenen Regionen (zB bundesweit, länderspezifisch, Gemeindeebene, etc.)
      • von bestehenden Vorschlägen/Problemen parallel zu mehreren Legislativen/Regionen (vgl. zB Launchpad: ein Bug betrifft mehrere Distributionen)
    • Erweiterung des Freundes-/Freundinnen-Konzepts um Repräsentanten/Repräsentantinnen, dh zuständige Personen in einer gewissen Legislative, die man, so wie eben auch Freunde und Freundinnen, auf Themen aufmerksam machen kann.
    • Dokumentation des Abstimmungs- und Initiativen-Verhaltens von Repräsentanten in legislativen Gremien, wodurch die Implementierung von Vorschlägen auf politeia nachvollzogen werden kann (inspiriert durch meinparlament.at und vergleichbaren internationalen Webseiten).
  5. Phase
    • Erweiterung um Werkzeuge zur Planung und Organisation von („Real Life“) Kampagnen:
      • Terminfindung (wie zB mit Doodle)
      • Erstellen einer Liste von Aufgaben, deren Erfüllung für die Kampagne benötigt wird
      • Anwerbung von Helfern und Helferinnen für bestimmte Aufgaben (zB „Wir brauchen jemand, der/die uns einen Folder entwirft“)
        • zB aufgrund der Angaben über eigene Fähigkeiten der Gruppenmitglieder („Ich kann Drucksorten designen“ – vgl. zB entsprechende Optionen in SourceForge.net-User-Profilen)
        • oder aufgrund geographischer Position zB zu einer Sammlung von Unterstützungserklärungen für ein Volksbegehren

2 Gedanken zu „Politeia: Roadmap“

  1. Hallo!

    Ich habe irgendwie deine Seite bei mir in den Bookmarks gehanbt. Nachdem ich mir angeschaut habe, was du so machst, möchte ich dich bitten dir einmal ein weiteres alternatives politik/wahlsystem anzusehen.
    Ich gab ihm den Namen „Civicracy“. Derzeit ist das system in einer alpha für einen Versuch an einer Schule implementiert. Ich hoffe die FAQs auf civicracy.at beantworten genug, um das System zu verstehen.
    Ich würde mich freuen von dir deine Meinung dazu zu hören.

    lg
    Reinhard

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