politeia: Technische und administrative Details

Nachdem ich im letzten Jahr abgewartet habe, dass Launchpad Open Source wird, und ein bisschen bestehende (Agile) Web-Development-Frameworks wie Ruby on Rails recherchiert habe, bin ich schlussendlich beim in Python programmierten Django und dem darauf aufsetzenden Pinax gelandet, das bestehende Django-Komponenten (wie Kommentare, Voting, etc. — hauptsächlich MIT- und BSD-lizensiert) versammelt. Django stellt typische Aspekte einer Web-Applikation (wie zB das Erzeugen von Objekten aus relationalen Datenbanken) in einer sehr zugänglichen Weise zu Verfügung und ist ausgezeichnet dokumentiert. Ich hatte selbst keine Vorkenntnisse, aber der Einstieg fiel mir sehr leicht. Ich hoffe, damit auch andere zur Mitarbeit anregen zu können.

Im Gegensatz zu bestehenden Social Networks muss weitreichende Offenheit in allen Belangen ein wesentlicher Bestandteil von politeia sein. Für ihren Source Code schwebt mir daher als Lizenz die AGPL vor. Änderungen an bestehenden Pinax-Komponenten sowie Erweiterungen sollen unter den Originallizenzen upstream fließen. Wenn das Thema Finanzierung relevant werden sollte, dürfte sich ein System wie die politeia nicht durch Werbung finanzieren, sondern vermutlich (wie zB auch die Wikipedia) nur durch Spenden.

Wie geht es jetzt weiter?

Ich habe im letzten Monat einen großen Teil der ersten Phase umgesetzt, wobei mir sehr zugute kommt, dass Pinax selbst schon so umfangreich ist. Derzeit besteht politeia eigentlich nur aus Pinax (mit einigen Anpassungen, besonders der voting-Komponente) und einer von mir geschriebenen, momentan noch ziemlich einfachen Vorschläge-App (“proposals”). Einige Ecken und Kanten müssen darüber hinaus noch abgeschliffen werden.

Die anderen Phasen sind noch vergleichsweise vage gehalten. Mein Plan ist prinzipiell,

  • frühestens nach Vervollständigung der zweiten Phase
    • Leute aus der Schnittmenge Freie Software und Zivilgesellschaft, ev. auch Kunst (FFS Österreich, ev. FSF, metalab, monochrom),
    • weiters die mir vertrauten österreichischen zivilgesellschaftlichen Organisationen einzuladen, sich das System anzusehen und mir mitzuteilen, inwieweit — und unter Voraussetzung welcher Veränderungen — sie sich vorstellen können, es für ihre Arbeit zu benutzen.
  • einen Workshop auf der Attac-Sommerakademie 2010 darüber zu halten.
  • frühestens nach Abschluss der 4. Phase auch die politischen Parteien darüber zu informieren.

Als einen der nächsten Schritte möchte ich meinen Sourcecode vermutlich auf Launchpad oder GitHub hochladen (ich nehme gerne anderslautende Vorschläge entgegen), um auch andere Interessierte in einem möglichst frühen Stadium in die Entwicklung einzubinden (gemäß der Open-Source-Maxime “release early, release often”). Ich freue mich sehr über jeden Kommentar, jede Interessensbekundung und über jegliche Form der Mitarbeit!

Bleibt schließlich noch die Frage, wo ich politeia (zumindest mal zu Demonstrationszwecken) hosten lassen kann. Weiß jemand eine Möglichkeit für Pinax- bzw. Django-Hosting?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>